historie  
 

Verein zur Erzielung des schönen Scheins

Das Theater Mänäptehoi - Gesellschaft zur Erzielung des schönen Scheins - wurde im Sommer 1997 von einigen dem Theaterwahn verfallenen Menschen und dem Regisseur Rainer Braune erfunden.

Das außergewöhnliche Ensemble spielt eigene Stücke. Ziel sind anspruchsvolle Inszenierungen interessanter Stoffe. Theater Mänäptehoi hat weder Lust auf neumodisches Faxentheater, noch auf schweißtreibendes Bedenkenträger-Theater, noch behelligt es in einer Art öffentlicher Nabelschau sein Publikum mit seinen Privatproblemen. Mänäptehoi will einfach gutes Theater machen, witziges, phantastisches, kluges und sehr modernes Theater - und will dies mit einer Unbekümmertheit tun, die vielleicht nur Liebhabern möglich ist.

Mänäptehoi erzielt mit sparsamen Mitteln ein Maximum an Eindringlichkeit und Bildhaftigkeit. Durchaus üppige und phantasische Szenen in Verbindung mit einer sorgfältigen Verwendung von Requisiten und Bühnenbildern machen den unverwechselbaren Stil des Ensembles aus.

In seiner typischen Mischung von Einfachem und Ausgefallenem nutzt Theater Mänäptehoi die Möglichkeiten des Theaters und der Phantasie und ruft auch Unwirkliches auf selbstverständliche Weise auf die Bühne. In den kuriosen Stücken treibt sich unter- oder überweltliches Gesindel herum. Die Stücke sind zudem reichlich mit Musik und Klängen ausgestattet. Mänäptehoi ist eine Besonderheit in der Theaterszene; das Ensemble möchte diese Besonderheit nicht kultivieren, aber bewahren.

Mänäptehoi öffnet mit seinen Szenen der Phantasie die Türen und aktiviert die in den Köpfen der Zuschauer aufbewahrten Bilder. Die Stücke sollen nicht nur eine Plattform für die eigene Lust am Spielen sein, sondern die Zuschauer durch ihre Qualität und Eigenart inspirieren – zum Nachdenken, Weiterphantasieren, Debattieren, Träumen.

Schon mit der ersten Inszenierung „Death of a Clown“ gelang es Theater Mänäptehoi, auf diese Weise einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil zu schaffen, der in zwei weiteren Stücken – „Zum letzten Mahl“ und „A. – Allmayers andauernder Abgesang“ – fortgesetzt wird. Findet sich in allen Stücken von Mänäptehoi Musik, so gilt die ganz besonders für „A.“, das durchaus opernhafte Seiten zeigt.

Mänäptehoi erfindet neben Theaterstücken auch andere Ereignisse – Spaziergänge, Theater im Raubtierkäfig, Hausbesichtigungen, Nachtbankette, Feste, u.a. und liebt extravagante Auftrittsorte („Death of a Clown“ wurde auf einen Hausdach gespielt).

Die originellen Schauspiele von Mänäptehoi versprechen Unterhaltung gehobenen Charakters. In den Stücken haben groteske Komik und geistvoller Tiefgang, Lakonik und Phantastik, Herbes und Sentimentales, Bilder, Sprache und Musik ein ganz eigenwilliges Rendezvous.

Mänäptehoi verzuckert. Mänäptehoi verzaubert. Mänäptehoi versalzt. Mänäptehoi bewirtet mit Weißwurst und vergifteten Götterspeisen. Mänäptehoi nervt. Mänäptehoi macht nicht halt. Mänäptehoi macht was es will. Mänäptehoi macht Lärm. Mänäptehoi macht Musik. Mänäptehoi macht Theater.